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Presse

ATZ Freiburg vergrößert

April 2011

Das Autismus-Therapie-Zentrum Südbaden hat sich vergrößert, toom BauMarkt Freiburg hilft

Nach nur zwei Jahren in den neuen Räumlichkeiten in der Kronenstraße in Freiburg hat das Autismus-Therapie- Zentrum Südbaden die Möglichkeit wahrgenommen und das freigewordene Erdgeschoss im Hintergebäude angemietet. Hierhin wurden nun das Verwaltungsbüro, Therapeutenbüro und der Wartebereich sowie der Eingangsbereich intern verlegt, die freiwerdenden Räumlichkeiten in Therapieräume umzubauen um der weiter ansteigenden Nachfrage nach Autismus-Therapie gerecht zu werden.

Somit verfügt das Zentrum nun über 240 qm Therapiefläche und 100 qm im Verwaltungsbereich für seine 11 festen Mitarbeiterinnen und bisher 70 Klienten. Durch den weiteren Ausbau ist es nun möglich, nach Einstellung einer neuen Therapeutin die Warteliste weiter abzubauen, den Angehörigen wichtige Hilfestellungen und den betroffenen den notwendigen Therapieplatz, zukommen zu lassen.

Freunde und Mitglieder des Vereins "Autismus Südbaden e.V." , Träger der Einrichtung, hatten im Vorfeld viel zu tun. Nachdem unser Vermieter alle gewünschten Umbaumaßnahmen auf seine Kosten durchführen ließ, musste an 2 Wochenenden die Lampenmontage und der Umzug in Eigenregie durchgeführt werden. Um den wöchentlichen Therapieablauf nicht zu stören sowie nach dem Umzug eine reibungslose Weiterarbeit ohne Therapieausfälle zu gewährleisten, waren viele helfende Hände notwendig. Hierbei half auch der in Freiburg ansässige toom Baumarkt, welcher das notwendige Installationsmaterial und einen Mitarbeiter zur Verfügung stellte, um die Montagen durchzuführen. Herr Schultis, Mitarbeiter von toom BauMarkt Freiburg, stand mit Rat und Tat den Mitgliedern und Freunde des Vereins "Autismus Südbaden e.V." zur Seite.

Der Regionalverband "Autismus Südbaden e.V.", welcher sich ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert, bedankt sich recht herzlich beim toom BauMarkt Freiburg und seinem Mitarbeiter Herrn Schultis für die wichtige Unterstützung.

Weltautismustag 02.04.2011

24.03.2011
Pressemitteilung

Der 2. April 2011 ist der vierte Welt-Autismus-Tag
Veranstaltungen in Freiburg wollen aufklären und den Zugang zur Versorgung erleichtern

Nach Schätzungen der Vereinigten Nationen ist weltweit jedes 150. Kind von Autismus betroffen. Angesichts der weiten Verbreitung und hoher Zahl betroffener Kinder erklärte die UNO Generalversammlung im November 2007 den 2. April dauerhaft zum Welttag der Aufklärung über Autismus. Dies ist einer von nur drei offiziellen UNO-Tagen, die spezifischen Krankheiten gewidmet sind. In Deutschland leben heute ungefähr 60.000 Menschen mit Autismus.

Alle UNO Mitgliedstaaten wurden aufgerufen, die Öffentlichkeit stärker für Autismus zu sensibilisieren. Am kommenden 2. April werden auch wieder hunderte von Organisationen auf dem ganzen Globus für mehr Verständnis und mehr Teilhabe für Menschen mit Autismus werben.

Ein zentrales Anliegen bleibt die Forderung nach verstärkten Forschungsanstrengungen und verbesserter Früherkennung. Obwohl Autismus nicht heilbar ist, kann eine frühe Diagnose die Behandlungsmöglichkeiten erheblich verbessern. Noch immer gibt es massiven Nachholbedarf in der Diagnose. Bei zu vielen Kindern wird erst viel zu spät eine Autismus-Spektrums-Störung festgestellt. Für die Entwicklung der einzelnen Betroffenen können geeignete, frühzeitige Interventionsmaßnahmen von entscheidender Bedeutung sein.

Am Welt-Autismus-Tag geht es auch darum, ein helles Licht auf die besonderen Stärken und Fähigkeiten von Menschen mit Autismus zu werfen.

Lokale Veranstaltungen

Am 2. April findet unter der Schirmherrschaft vom Freiburger Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach die zweite Veranstaltung zur Gründung eines regionalen Autismus-Kompetenznetzwerkes für Südbaden statt.

Die Veranstaltung findet von 10:00 bis 16:00 Uhr in der Eduard-Spranger-Schule in Emmendingen-Wasser statt. Gemeinsam wollen die rund 70 Teilnehmer, die verschiedene Einrichtungen und Behörden vertreten, einen Rahmen schaffen, um bestehende Angebote für Menschen mit Autismus in den Bereichen Medizin und Therapie, Schule, Wohnen, Arbeit und Freizeit besser zu vernetzen. Zum Konzept gehört auch die Schaffung einer zentralen Koordinationsstelle, die Hilfesuchende und Anbieter berät und Familien bei der Suche nach geeigneten Versorgungsangeboten hilft. Am 2. April sollen die Schwerpunkte und Vorgehensweisen für die weitere Arbeit definiert und feste Arbeitskreise gebildet werden.

Am 3. und am 5. April veranstaltet das Freiburger Kommunale Kino in Zusammenarbeit mit Autismus Südbaden zwei Filmabende. Durch eine Kombination von Film und Dialog will man zum besseren Verständnis von Autismus beitragen.

So 03.04., 19:30 Uhr: SNOW CAKE (2006 | USA 2006 | OmU | 112 Min.):
Spielfilm mit Alan Rickman und Sigourney Weaver, die in der schwierigen Rolle einer Autistin eine der besten Leistungen ihrer Karriere zeigt. Anschließende Diskussion mit Barbara Weyler, Autismus-Beauftragte des Staatlichen Schulamts Freiburg, und Cordula Thiemann, Therapeutische Leitung des Autismus-Therapie-Zentrum Südbaden.

Di 05.04, 19:00 Uhr: IHR NAME IST SABINE (2007 | Frankreich 2007
OmU | 85 Min): einfühlsamer, mehrfach ausgezeichneter Dokumentarfilm von Sandrine Bonnaire über ihre autistische Schwester Sabine. Anschließende Diskussion mit Dr. med. Dr. phil. Andreas Riedel, mitverantwortlich für Diagnostik und Weiterbetreuung in der Spezialsprechstunde für Personen mit Asperger-Syndrom oder hochfunktionellem Autismus, Universitätsklinikum Freiburg.

Über Autismus
Autismus ist eine lebenslange tiefgreifende Entwicklungsstörung, die üblicherweise in den ersten Lebensjahren auftritt. Es umfasst eine große Bandbreite von Ausprägungen, weshalb man auch von Autismus-Spektrum-Störungen spricht. Die Hauptmerkmale sind Auffälligkeiten im sozialen Umgang mit Mitmenschen und in der Kommunikation sowie einschränkte Spezialinteressen und sich stets wiederholenden Handlungen. Häufig ist Autismus auf den ersten Blick nicht erkennbar, da Sprache und Intelligenz nicht immer beeinträchtigt sind. Missverständnisse und Unverständnis bringen Menschen mit Autismus oft an den Rand der Gemeinschaft. Eine gezielte Förderung kann helfen, dies zu vermeiden und den Betroffenen in vielen Fällen die gesellschaftliche wie berufliche Integration ermöglichen.

Über den Regionalverband Autismus-Südbaden e.V.

Der Regionalverband entstand 1990 als gemeinsame Initiative von Fachleuten und Eltern. Zweck des Verbandes ist die Förderung und Betreuung autistischer Kinder, Jugendlicher und Erwachsener. Er berät und hilft Eltern und Pädagogen bei der Betreuung autistisch Behinderter und betreibt auch Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit.

Autismus Südbaden ist Mitglied des Bundesverbandes Autismus Deutschland e.V. und Träger des Autismus-Therapie-Zentrum Südbaden (Kronenstr. 32, Freiburg), das 2011 sein 10-jähriges Jubiläum feiert.

KONTAKT:
Janice Santos, 1. Vorsitzende Autismus Südbaden e.V.
www.autismus-freiburg.de��
Telefon: 0761-1201957
mailto:info@autismus-freiburg.de

Netzwerk Autismus

PRESSE-INFORMATION

Autismus Südbaden e.V.
Regionalverband zur Förderung
von Menschen mit Autismus

Vorsitzende: Janice Santos
www.autismus-freiburg.de

Orientierungs-Hilfe im Dschungel – nicht nur für Eltern: „Autismus-Kompetenznetzwerk Südbaden“ entsteht
Freiburger Tagung beschließt Gründung eines regionalen Kompetenz-Netzwerkes für Südbaden

Freiburg, 05.02.2011

FREIBURG. Am Samstag, 05.02.2011 setzten sich in Freiburg-Zähringen mehr als 70 Menschen zusammen, um für Südbaden die Gründung eines regionalen Autismus-Kompetenz-Netzwerkes voranzubringen. Auf Einladung von „Autismus Südbaden e.V.“, dem regionalen Elternverband zur Förderung von Menschen mit Autismus, entsteht jetzt ein Profi-Netzwerk, das Ärzte und Therapeutinnen, Leistungsträger wie Sozial- und Jugendämter, professionelle Einrichtungen wie Lebenshilfe und Caritas, Anbieter von Schulbegleitung oder Betreutem Wohnen und andere Interessensgruppen und Institutionen zusammen bringt. Ziel ist eine Bestandsaufnahme von bereits bestehenden Angeboten für Menschen mit Autismus in den Bereichen Medizin und Therapie, Schule, Wohnen, Arbeit und Freizeit.
Die bestehenden Versorgungsangebote sollen vernetzt werden, um die Vermittlung und den Zugang zur Versorgung für Betroffene deutlich zu erleichtern.

Am Vormittag hatte Sozial-Bürgermeister Ulrich von Kirchbach als Schirmherr der Auftakt-Veranstaltung die Gäste im Gemeindesaal der Thomaskirche in Freiburg-Zähringen begrüßt und viel Verständnis gezeigt: „Selbst für die Angehörigen ist dieses Handicap ein große Herausforderung, da sie sich in eine Welt einfühlen müssen, die ihnen selbst in großen Teilen völlig fremd ist.“ Er betonte, wie wichtig „neben einer qualifizierten Diagnose vor allem die Beratung und Begleitung der Angehörigen von Beginn an“ ist, „denn sie ebnet den Weg, um auf die noch folgenden Schwierigkeiten im Kindergarten, in der Schule, in der Ausbildung, im gesamten späteren Leben vorbereitet zu sein.“

Die große Resonanz hat die Veranstalterinnen Janice Santos und Michaela Riedinger vom Regionalverband „Autismus Südbaden“ selbst überrascht: „Alle sind mit dem Vernetzungs-Anliegen gekommen und haben das Angebot richtiggehend aufgesogen – das war lange überfällig!“ Auch die beiden Moderatorinnen waren vom Erfolg der Veranstaltung begeistert: In der Arbeitsphase am Nachmittag „konnte man richtig sehen, wie die Köpfe rauchen – wie ein Schwamm haben sie alles aufgesaugt und sind sofort miteinander ins Gespräch gekommen“, so Moderatorin Konstanze Hübner. In regionalen Arbeitsgruppen wurden die bereits bestehenden Angebote im Raum Südbaden erfasst und die vorhandenen Lücken im Netzwerk Autismus ermittelt. Die Bewirtung durch die Eduard-Spranger-Schule in Emmendingen-Wasser rundete die gelungene Veranstaltung ab. Anlässlich des Welt-Autismus-Tags am 2. April wird die Netzwerk-Arbeit fortgesetzt – dann bekommen auch Eltern die Gelegenheit, mit einzusteigen. „Wir wollen durch die Vernetzung auch die Selbsthilfe besser organisieren, weitere Selbsthilfesysteme aufbauen und eigene Unterstützungsstrukturen schaffen“, erklärte Janice Santos, Vorsitzende des Regionalverband Autismus Südbaden.

Das Kompetenz-Netzwerk will für passgenaue Hilfen im Rahmen der medizinischen Diagnostik, der Vorsorge und Behandlung, der sozialen, beruflichen und medizinischen Rehabilitation, der Frühförderung und der Pflege sorgen. Damit soll künftig Menschen mit Autismus in der Region, die am Rhein entlang von Offenburg im Norden bis Lörrach im Süden und Villingen-Schwenningen im Osten reicht, schneller und besser geholfen werden. Denn vom ersten Verdacht bis zur Diagnose ist es ein weiter Weg. Eltern autistischer Kinder berichten fast ausnahmslos von einer langjährigen Odyssee, die Diagnose wird viel zu spät gestellt: „Da heißt es bei der Vorsorge-Untersuchung, „unklare Entwicklungsverzögerung“ oder „Das wächst sich aus!“, berichtet Michaela Riedinger: „Unser Sohn war neun Jahre alt, bis er die Diagnose bekam – nachdem mich andere betroffene Eltern auf die Spur des Autismus gebracht haben.
Als Referentin konnten die Veranstalterinnen Dr. Dagmar Hoehne gewinnen. Die Kinder- und Jugendpsychiaterin aus Friedrichshafen hat in der Bodensee-Region ein sehr erfolgreiches Autismus-Kompetenznetzwerk aufgebaut. Denn als sie 1995 zum ersten Mal in ihrer Praxis mit einem musikalisch hochbegabten, aber durch die Pubertät extrem auffälligen Asperger-Autisten zu tun hatte, stellte sie schnell fest, dass sie ihre Praxis schließen müsste, wenn sie jedem autistischen Kind zur erfolgreichen Integration verhelfen wollte: „80 Prozent meiner Unterstützung habe ich ehrenamtlich geleistet, da nicht in der gesetzlichen Krankenkasse abgedeckt.“ Leider sei das Wissen über Autismus-Spektrumsstörungen in der Bevölkerung „und leider auch in Fachkreisen“ gering, in Therapie und Behandlung laufe vieles „nach dem Zufallsprinzip“, denn: „Keiner weiß vom Anderen, kaum Jemand kennt alles und Einer schiebt es auf den Anderen“ – während die Jugendhilfe stets an ihre Grenzen stoße, „sind Eltern in diesem Dschungel verloren“. Das wird sich in Südbaden im Laufe des Jahres ändern: Die geplante Vernetzung ermöglicht gemeinsame Fortbildungen und umfassende Informationen, sowohl für betroffene Eltern wie für die beteiligten Institutionen.



KONTAKT:

Janice Santos, 1. Vorsitzende Autismus Südbaden e.V
www.autismus-freiburg.de

Telefon: 0761-1201957
mailto:info@autismus-freiburg.de