Wie erkennt man Autismus
Autismus, von der Weltgesundheitsorganisation als eine tiefgreifende Entwicklungsstörung klassifiziert, wird von Ärzten, Forschern, Angehörigen und Autisten selbst als eine angeborene, unheilbare Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns beschrieben, die sich schon im frühen Kindesalter bemerkbar macht. Andere Forscher und Autisten beschreiben Autismus als angeborenen abweichenden Informationsverarbeitungsmodus, der sich durch Schwächen in sozialer Interaktion und Kommunikation sowie durch stereotype Verhaltensweisen und Stärken bei Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Intelligenz zeigt.
In den aktuellen Diagnosekriterien wird zwischen Frühkindlichem Autismus (Kanner-Syndrom) und dem Asperger-Syndrom unterschieden, welches sich oftmals erst nach dem dritten Lebensjahr bemerkbar macht. Viele Ärzte vermuten jedoch mittlerweile ein Autismusspektrum (Autismusspektrums-Störung), das verschiedene Schweregrade kennt.
Die Diagnose wird gestellt anhand einer Summe von beobachtbaren Symptomen oder "autistischen Verhaltensweisen". Die psychiatrische Untersuchung wird in der Regel ergänzt durch eine körperliche Abklärung.
Quelle: Wikipedia/Autismus
Als Kernsymptome der autistischen Störung gelten:
Qualitative Beeinträchtigung der zwischenmenschlichen Beziehungen
Charakteristische Störungen der Sprache, die von völligem Fehlen der aktiven Sprache und des Sprachverständnisses bis hin zur gut entwickelten, aber in mancher Hinsicht abnormen Sprache reichen
Zwanghaftes Bestehen auf Gleicherhaltung der dinglichen Umwelt, Äußerung von Panik und Angst bei Veränderungen sowie mannigfaltige Stereotypien.
Ein weiterer für die Diagnose notwendiger Faktor ist, daß der Beginn der Störung vor dem 36. Lebensmonat liegen muß.
Das Asperger-Syndrom unterscheidet sich vom frühkindlichen Autismus in erster Linie dadurch, dass oft keine Verzögerung bzw. kein Entwicklungsrückstand in der Sprache oder der kognitiven Entwicklung vorhanden ist. Hingegen sind in der psychomotorischen Entwicklung und der sozialen Interaktion Auffälligkeiten festzustellen.
So wichtig die Forschung für ein besseres Verständnis des Syndroms auch sein mag, so lassen sich doch keine theoriegeleiteten Ansätze für eine Förderung autistischer Kinder daraus ableiten.
So unterschiedlich sich die ursächlichen Faktoren für das Syndrom darstellen, so vielfältig und jeweils am einzelnen Kind ausgerichtet müssen die pädagogischen und therapeutischen Ansätze sein.















